Geschichte

1890

Am 2. Juni 1890 gründet der Graveur August Dippmann im sächsischen Frankenberg einen Betrieb zur Herstellung von Walzen und Gravuren für Druck und Prägung. Noch vor der Jahrhundertwende wird die alte Werkstatt zu eng und es folgt der Umzug in die Chemnitzer Straße.

1908

1908 Carl Uhle wird zum Teilhaber am Unternehmen. Der Betrieb firmiert ab dieser Zeit unter dem Namen SÄCHSISCHE WALZEN-GRAVIERANSTALT AUGUST DIPPMANN & CO.

1930

In den Dreißiger Jahren exportiert die Sächsische Walzen-Gravieranstalt weltweit ihre Produkte. Der Schwiegersohn Kurt Meissner ist geschäftsführender Teilhaber der Maschinenvertretung L. Leybold Shockwan in Tokyo. Damit kommen die sächsischen Maschinen bis nach Japan und erlangen einen guten Ruf.

1931

1931 verstirbt August Dippmann. Alleininhaberin ist seine Ehefrau. Durch sie und die beiden Prokuristen Arthur Reinhold und Kurt Hofmann wird die Firma erfolgreich weitergeführt.

1945

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Tod der Ehefrau geht das Unternehmen an die drei Töchter des Firmengründers über. Marie Dippmann, Gertrud Rau und Johanna Meissner führen mit den Prokuristen Arthur Reinhold und Kurt Hofmann als Betriebsleiter die Sächsische Walzen-Gravieranstalt August Dippmann als offene Handelsgesellschaft weiter. Mit Gründung der zwei deutschen Staaten ist die Sächsische Walzengravur der einzige Betrieb seiner Art in der DDR und im Ostblock.

1950

1950 feiert das Frankenberger Unternehmen sein 60jähriges Bestehen. 1952 wird der Betrieb verstaatlicht. Der Weg dazu wird von der Willkürjustiz gegen Arthur Reinhold und Kurt Hofmann unter dem Vorwurf der Wirtschaftskriminalität geebnet. Arthur Reinhold verstirbt an den Strapazen der Haft in Bautzen. Der Betrieb erhält den Namen VEB Walzengravierwerk Frankenberg/Sa.

1958

Die stark steigende Nachfrage nach Gravurerzeugnissen macht eine Betriebserweiterung notwendig. Zwanzig Industriezweige der DDR-Wirtschaft sowie viele Länder Osteuropas werden inzwischen aus Frankenberg beliefert.
Ab 1959 nimmt das Walzengravierwerk jährlich an der Leipziger Messe teil und weitet das Exportgeschäft stetig aus.

1971

1971 wird der Betrieb dem VEB Modedruck Gera in Kombinatsbildung angegliedert. Es entstehen in den 80er Jahren weitere Produktionsstätten in Frankenberg. 1984 sind im Betrieb 280 Mitarbeiter beschäftigt.

1990

Im hundertsten Jahr seines Bestehens, erlangt der Betrieb seine Selbständigkeit im wiedervereinigten Deutschland zurück. 1991 erfolgt durch die Enkelsöhne des Firmengründers August Dippmann in der Erbengemeinschaft der Familien Meissner und Rau sowie der JANOSCHKA GmbH & Co. KG die Privatisierung. Diese ist nicht nur Miteigentümer, sondern echter Partner. Dadurch gelingt es, die Erfolgsgeschichte des Firmengründers weiter zu schreiben.

1995

In den Neunzigern erschließt sich die Sächsische Walzengravur neue Geschäftsfelder sowohl über den Export in über 30 Länder der Welt, als auch dank neuer Produktgruppen. Mit der Flexodruckformherstellung wird das Portfolio für die stetig wachsenden Dekor und Verpackungsmärkte erweitert.
Zeitgleich beginnt die Sleevefertigung für den Offset-, Digital- und Tiefdruckbereich.

2007

Das neue Jahrtausend ist geprägt von immer schnelleren Entwicklungssprüngen.
Dank der Investitionen in modernste Anlagentechnik, einer neuen Produktionshalle sowie ständiger Optimierung bestehender Technologien gehört die SWG zu den modernsten Gravurunternehmen Europas.

2012

Aufbauend auf besten Erfahrungen aus der Flexo- und Siebdruckformherstellung bringt SWG gemeinsam mit dem Maschinenhersteller Hell den Cellaxy-Direktlaser für metallische Oberflächen 2012 zur Serienreife. Damit bieten sich ganz neue Möglichkeiten im Bereich der Präge- und Tiefdruckformherstellung.
Feinste dreidimensionale Strukturen sowie präzise Liniendarstellung setzten neue Maßstäbe.

2015

Im 125. Jahr unseres Bestehens haben wir einen Großteil unserer eigenen Gesellschaftsanteile von Janoschka zurückgekauft. Damit ist SWG wieder mehrheitlich im Eigentum der Familie des Firmengründers.

Gleichzeitig haben Janoschka und SWG beschlossen, die erfolgreiche Zusammenarbeit bei Produktion und Entwicklung unverändert fortzusetzen. Der Schwerpunkt für SWG liegt dabei auf innovativen Druck- und Prägeformen für den Dekor- und Verpackungsmarkt.

Die Zukunft beginnt jetzt

Eine in die Zukunft gerichtete Geschäftsbeziehung bedarf mehr als eines guten Lieferanten. Mit eigener Entwicklungsabteilung und einem Netzwerk aus Universitäten und Forschungszentren suchen wir daher stets nach neuen, innovativen Technologien und Produkten vom gedruckten Schaltkreis über laserfähige metallische Schichten, vom neuartigen Zylindersystem über mikrofeine Sicherheitsmerkmale, von der Grundlagenforschung bis zur Auftragsentwicklung.